Jeremy
Rifkin on global issues and the future of our planet
"What
we are seeing is a defining moment for the human race. ... We are
seeing a cataclysmic shift in the climate of this planet
in real time right now.
And if our scientist are right, we may see within
30 - 40 years, maybe a century at the most, the
potential demise
of our species.
We need an economic vision, an economic
game plan for the whole human race,
everyone on the same page, thatmay give us the precious time we need
to move into a new post carbon world."
Nov 18,
2011 Intergovernmental Panel on Climate Change
(IPCC) - Special
Report
Special
Report for Managing the Risks of Extreme Events and Disasters
to Advance Climate Change Adaptation (SREX) by 220 scientists
10.11.2011 Erderwärmung
- Die wahre Krise
Der Kampf gegen die gefährliche Erderwärmung geht verloren, vermeiden
könnte das nur noch ein Wunder – oder ein radikaler politischer
Schwenk, der allerdings nicht in Sicht ist.
30.05.11 Treibhausgas-Ausstoß
steigt schneller als je zuvor
- Die Begrenzung der Erwärmung auf zwei Grad nur noch "eine
nette Utopie".
- Der globale CO2-Ausstoß stieg in 2010
um 1,6 Gigatonnen.
- Insgesamt betrug die CO2-Emission in 2010
weltweit 30,6 Gigatonnen.
- Anstieg um knapp fünf Prozent gegenüber
dem bisherigen Rekordjahr 2008.
- Ein ähnlicher Anstieg in 2011 würde
es praktisch unmöglich machen, den Klimawandel auf einem beherrschbaren
Maß zu halten.
- IEA-Chefökonom Fatih Birol: "Ich bin äußerst
besorgt. Das sind die schlimmsten Nachrichten zum Thema Klima."
- IPCC prognostiziert eine 50-prozentige
Chance, dass die globale Durchschnittstemperatur bis zum Jahr
2100 um mehr als
vier Grad steige.
- Nicholas Stern: "Das Ergebnis wäre verheerend."
Seit Beginn der Industriellen Revolution
vor rund 150 Jahren haben die Menschen so viel fossile Brennstoffe
- Kohle, Öl, Erdgas - verfeuert und so viele Wälder abgeholzt, dass
mehr als 500
Milliarden Tonnen CO2 freigesetzt wurden.
Um die Erderwärmung auf 2 Grad zu begrenzen (ein Ziel mit verheerenden
Folgen) dürfen
bis 2050 höchstens insgesamt noch rund 700
Milliarden Tonnen CO2 emittiert werden.
Die
Gesamtsumme an Kohlenstoff, die die Menschheit
noch produzieren darf,
um (hoffentlich) das Zwei-Grad-Maximum-Ziel zu halten, beträgt
1000
Gigatonnen.
"The safe level of atmospheric carbon dioxide is not more than 350
ppm (parts per million) and it may be less.
Carbon dioxide is already 385 ppm
and rising about 2 ppm per year."
And paleoclimate data confirms that
"the oft stated goal to keep global warming less than
2 degrees Celsius is a recipe for global disaster, not salvation."
"Viele Wissenschaftler sehen diese zwei Grad-Grenze
als zu hoch an, weil die Folgen bei zwei Grad
globaler Erwärmung sehr massiv sein werden.
Zum Beispiel besteht eine erhebliche Gefahr, den grönländischen
Eisschild zu destabilisieren, auch bei zwei Grad Erwärmung.
Deswegen steht in dem Copenhagen Accord, dass man prüfen muss, ob
man dieses Ziel noch verschärfen muss,
möglicherweise auf 1,5 Grad."
Seit Beginn des Industriezeitalters ist die Durchschnittstemperatur
der unteren Erdatmosphäre um knapp 0,8 Grad
Celsius gestiegen.
Schon bald könnte die steigende Temperatur sogenannte Kipppunkte
erreichen, die das Klima schlagartig
in einen anderen Zustand bringen würden.
In den nächsten beiden Jahrzehnten müssen
wir mit einer weiteren Temperaturzunahme um jeweils 0,2
Grad rechnen.
Selbst wenn wir die Treibhausgas-Emissionen ab sofort konstant hielten,
wäre es immer noch ein Zehntel Grad pro Jahrzehnt. (dr)
"To have a two-in-three chance of reaching the
target of remaining within the two degree limit we can only emit
750 billion tons of CO2 between now
and 2050.
For a three-in-four chance, we can only emit 660 billion tons."
"Wir können mittlerweile gut abschätzen, wie
viel CO2 die Erdatmosphäre noch verträgt, bevor die Zwei-Grad-Leitplanke
mit einer nicht akzeptablen Wahrscheinlichkeit durchbrochen wird.
Das sind bis 2050 insgesamt noch
rund 700 Milliarden Tonnen CO2.
Diese Menge kann man in gerechter Weise den Ländern der Erde zuteilen
und allen über einen weltweiten Emissionshandel verfügbar machen.
Der CO2-Preis wird dann marktwirtschaftlich geregelt - orientiert
an der Knappheit der "Ressource Atmosphäre".
Das ist flexibler und mit höherer Akzeptanz in der Bevölkerung verbunden.
Zudem kann man sicher sein, dass die Weltgemeinschaft ihr CO2-Gesamtbudget
nicht "zufällig" überzieht.
Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Prof.
Hans Joachim Schellnhuber
Bei einer durchschnittlich gering gerechneten Weltbevölkerung
von 7 Mrd. Menschen entspricht diese Größe bis 2050 einem
Gesamtkontingent von 100 Tonnen CO2
/ Person.
Zum Vergleich: Der durchschnittliche CO2-Ausstoß pro Kopf in Deutschland
beträgt rund 11,7
Tonnen jährlich.
"Von heute bis 2050 dürfen
wir weltweit,
jeder
Mensch auf der Erde, noch 2,7 Tonnen
CO2 pro Jahremittieren.
Das ist sehr wenig im Vergleich zu dem, was wir heute in den Industrieländern
emittieren - in Deutschland beispielsweise 10 Tonnen,
in den USA 20 Tonnen, in vielen Entwicklungsländern aber unter einer
Tonne."